5 Wege wie Hotels und Restaurants Instagram Guides für sich nutzen können

Instagram bietet dir derzeit einen Vielzahl an möglichen Formaten um deine Geschichte oder die Geschichte deines Unternehmens zu erzählen: Feed-Posts, Storys, Live, Reels und auch Instagram Guides.

Jedes dieser Formate hat seine eigene Berechtigung und seine ganz eigenen Möglichkeiten. Einige werden häufiger genutzt, andere seltener.

Die Instagram Guides sind tatsächlich nach meiner Erhebung bei weniger als 5 % der Hotels im deutschsprachigen Raum im Einsatz.

Doch nur, weil etwas seltener genutzt wird, bedeutet es nicht, dass es „schlecht“ ist. Ganz im Gegenteil, wie ich dir jetzt zeigen werde.

Was sind Instagram Guides?

Instagram hat die Instagram Guides Mitte 2020 auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle vorgestellt. Marken und Influencer (Instagram nennt sie „Creator“) sollten damit in der Lage sein, kleine Anleitungen für mehr Resilienz und Wellbeing zu veröffentlichen. Ein Plan, der nicht aufging, da es in der entsprechenden Nische zu wenige Inhalte für diese neue Funktion gab. Entsprechend öffnete Instagram die Guides Funktion im November 2020 für alle Nutzer und Konten.

In einem Instagram Guide lassen sich bereits auf Instagram vorhandene Inhalte in einer optisch ansprechenden Aufmachung aggregieren und zusammen fassen. Zudem können diese Inhalte mit weiteren Informationen und Texten angereichert werden. Du kannst es dir ein wenig wie ein Blogpost rund um bereits bestehende Inhalte vorstellen.

Hier siehst du ein Beispiel von Tourisme Quebec:

Instagram Guide von Tourisme Quebec

Du kannst es dir auch direkt in Instagram anschauen.

Wie erstelle ich einen Instagram Guide?

Um einen Instagram Guide zu erstellen, musst du nur den folgenden 6 Schritten folgen:

  • Im eigenen Profil „+“ klicken
  • „Guide“ auswählen
  • Art des Guides wählen
  • Beiträge, Produkte oder Orte für den Guide festlegen
  • Titel für Guide und Beiträge festlegen. Um Texte zu den einzelnen Elementen ergänzen
  • Veröffentlichen

Was sich einfach anhört, kann manchmal etwas komplizierter sein. Deshalb jetzt noch einmal im Detail:

Um einen Instagram Guide erstellen zu können, musst du keine besonderen Anforderungen erfüllen. Die Funktion steht inzwischen in allen Instagram Konten ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Aber, sie ist erst einmal etwas versteckt. Denn du kannst nicht auf der Startseite (dem Feed) auf das „+“ oben rechts klicken, sondern musst erst auf dein persönliches Profil gehen (ganz unten rechts) und kannst dann auf das „+“ gehen. Merkwürdig, ist aber so.

Nach dem Klick wählst du aus der Liste „Guide“ aus. Das ist meistens der letzte oder vorletzte Punkt.

Anschließend wirst du von Instagram gefragt, welche Art von Guide du anlegen möchtest. Es gibt „Orte“, „Produkte“ und „Beiträge“. Die App erklärt dir den Unterschied. Je nach Wahl öffnet sich ein Auswahlfenster, in dem du Orte, Produkte oder Beiträge markieren kannst, welche du in deinen Guide aufnehmen willst.

In diesem Beispiel legen wir einen Guide mit eigenen Beiträgen an. Du klickst also auf „Beiträge“ und kannst dann zwischen deinen persönlichen gespeicherten Beiträgen und deinen eigenen Beiträgen unten umschalten. Das bedeutet, du kannst auch Guides mit den Inhalten anderer Nutzer erstellen, wenn du diese zuvor (mit dem kleinen Lesezeichen unter jedem Beitrag) abgespeichert hattest.

Hast du die Beiträge markiert, kannst du oben links auf „Weiter“ klicken und kommst dann in den Bearbeiten-Modus deines neuen Instagram Guide.

Dort fügst du einen Titel hinzu, kannst bei Bedarf das Titelbild ändern und schreibst zu jedem Beitrag eine Überschrift sowie einen kurzen Text. Klickt ein Nutzer später auf einen Beitrag, öffnet sich dieser in der Instagram App, inklusive aller Funktionen, Reaktionen und Kommentare, die der entsprechende Beitrag erhalten hat.

Das Titelbild im Hochformat ist später an verschiedenen Stellen in der App zu finden. Sei es in der Übersicht aller Guides deines Instagram Kontos, im Feed oder aber auch, wenn du deinen Guide in einer Story mit deinen Followern teilen möchtest.

Veröffentlichen kannst du den Guide erst, wenn du einen Titel vergeben und für jedes Bild eine Überschrift gewählt hast.

Möchtest du die Reihenfolge der Beiträge noch ändern oder ein Element entfernen, so geht das über die drei Punkte rechts neben jedem Beitrag. Weitere Beiträge kannst du jederzeit mit dem Button ganz am Ende des Guides hinzufügen.

Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, klickst du oben rechts auf „Weiter“. Mit einem weiteren Klick auf „Teilen“ wird der Guide veröffentlicht und in deinem Profil im Reiter „Guides“ angezeigt.

Der Guide kann jetzt von anderen Nutzern abgerufen werden. Außerdem kannst du ihn jederzeit bearbeiten und anpassen. Das geht im geöffneten Guide dann über die drei Punkte oben rechts. Dort löschst du den Guide auch wieder.

5 Ideen für Instagram Guides in deinem Hotel oder Restaurant

Nachdem du jetzt eine Ahnung hast, wie du Instagram Guides selbst erstellen kannst, braucht es sicher noch etwas Inspiration für die ersten Produktionen. Ich habe dir deshalb 5 Themen herausgesucht, die für dich funktionieren könnten.

Rundgang durch den Betrieb / Zimmer Präsentation

Sicher das Einfachste für dich: ein Rundgang durch dein Hotel oder Restaurant. Welche Bereiche gibt es? Welche Highlights willst du vorstellen? Durch den linearen Aufbau kannst du den Gast wirklich einmal virtuell „herumführen“ und er bekommt ein besseres Gefühl, welcher Raum an welchen anknüpft.

Das Hotel Jungbrunn im Tannheimer Tal zum Beispiel nutzt die Instagram Guides um seine Suiten und Restaurants zu präsentieren.

Instagram Guides in der Hotelerie

Vorstellung des Personals

Der Service am Gast wird ja erst möglich, wenn dazu auch kompetente MitarbeiterInnen vorhanden sind. In einem Instagram Guide kannst du diese Mitarbeiter und ihre Aufgaben hervorragend porträtieren. Damit stellst du nicht nur eine Beziehung bereits vor dem Besuch her, sondern kannst auch noch einmal zeigen, welche Bereiche es in deinem Betrieb gibt.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe / Mini Reiseführer

Gerade die Karten-Funktion ist ja prädestiniert dazu, andere Orte in der Region hervorzuheben. Damit inspirierst du deinen (zukünftigen) Gast und lässt ihn bereits davon träumen, wie es wäre, wenn er diese Orte besucht. Instagram erlaubt dir dazu direkt die Instagram Profile dieser Orte mit einzubinden. So kann dein Besucher auch zu deren Profilen weiterspringen.

Die B&B Hotels haben zum Beispiel einen solchen Mini-Reiseführer für das Ruhrgebiet als Instagram Guide erstellt.

Produkte und Geschenke

Du bietest neben Übernachtungen und Speisen auch noch weitere Produkte an? Zum Beispiel Käse, Nudeln oder Bier aus eigener Produktion? Dann kann ein Instagram Guide ein weiteres Schaufenster für dich sein, in dem du diese Spezialitäten vorstellen kannst.

Nicht die eigenen, sondern fremde Produkte zeigt „The Greenbank Hotel“ in Cornwell und verpackt diese in einem Weihnachts-Shopping Guide mit Geschenkideen für die Liebsten.

Wochenkarte / Speisekarte

Natürlich kannst du auch einen Einblick in deine Speisekarte gewähren oder deine Wochenkarte vorstellen. Wenn Liebe durch den Magen geht, solltest du die das erste Date mit deinem Gast am besten schon mit deinem Instagram Account sichern.

Wie kann ich meinen Guide bekannt machen?

Natürlich möchtest du deinen Guide auch mit anderen Nutzern teilen und ihn bekannt machen. Dazu hat Instagram gleich mehrere Möglichkeiten vorgesehen. Diese findest du innerhalb deines Guides oben links hinter dem Papierflieger und „…“-Symbols.

Mit dem Papierflieger kannst du deinen Guide in einer Instagram Story teilen. Das geht tatsächlich nicht nur mit deinem eigenen Guide, sondern auch mit fremden Guides. Am besten baust du eine kleine Instagram Story drum herum, damit die Follower auch wissen, dass es diesen Guide gibt und was sie dort erwartet.

Du kannst mit dem Papierflieger den Guide aber auch gezielt an einzelne Nutzer versenden, die dir bereits folgen.

Spannender wird es noch hinter den drei Punkten „…“. Über „Teilen in …“ kannst du deinen Link auch in anderen Apps, wie etwa WhatsApp, Signal oder anderen Messengern teilen. Über den Punkt „Link kopieren“ erhältst du einen Link, den du zum Beispiel auch in einer E-Mail versenden oder deiner Homepage einbauen kannst.

Fazit

Instagram Guides bieten dir eine tolle Möglichkeit, deine Geschichten noch einmal auf eine etwas andere Art zu erzählen. Das Format ist intuitiv in der Anwendung und mit wenigen Klicks können bereits vorhandene Inhalte auf eine völlig neue Art aufbereitet werden.

Hast du deine ersten Guides erstellt? Lass mir doch einen Link in den Kommentaren da, damit ich mir diesen anschauen und hier erwähnen kann.

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