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Instagram für Hotels – Darauf musst du achten

Instagram, kaum ein soziales Netzwerk eignet sich so gut, um die Geschichten deines Hotels zu erzählen und um dessen Leistungen zu präsentieren. Und trotzdem tun sich viele Hoteliers nach wie vor schwer mit diesem Medium. Wahrscheinlich weil es oft auch als eine „Wissenschaft für sich“ beschrieben wird.

Und es stimmt natürlich: Wer Voll-Profi in diesem Netzwerk werden möchte, der muss sich am besten Vollzeit damit beschäftigen. So, wie es eben diverse Influencer machen oder aber auch Social-Media Agenturen, welche man dafür beauftragen kann.

Aber: Möchtest du Instagram Voll-Profi werden? Oder willst du mit deinem Hotel einfach nur deutlich besser dastehen als alle deine Mitbewerber? Denn das schaffst du auch mit eigenen Mitteln! Und da rede ich am Anfang von maximal 10-15 Minuten Zeitaufwand pro Tag.

In diesem Beitrag lernst du:

Das Setup – Die wichtigsten Instagram Einstellungen

Wenn du auf Instagram erfolgreicher sein willst als bisher oder aber auch als deine Mitbewerber, dann gilt es zuerst einmal die „Basics“ sauber aufzustellen. Also alles, was nicht mit der regelmäßigen Produktion von Inhalten zu tun hat.

Der richtige Instagram Name für dein Hotel

Fangen wir also an mit dem Namen und Nutzernamen deines Instagram Profils. Und du merkst schon, da scheint es einen Unterschied zu geben.

Der Nutzername deines Hotels ist das „Kürzel“ unter dem man dich bei Instagram finden kann und mit dem ein Gast dich zum Beispiel auch in einem Beitrag markieren kann. Dieser Name sollte also kurz und intuitiv sein. So ist der Nutzername vom Stanglwirt auf Instagram „stanglwirt“ und nicht „bio_hotel_stanglwirt“, weil das wäre nicht intuitiv.

Der Nutzername beginnt immer mit einem Kleinbuchstaben. Solltest du doch mehrere Wörter verbinden wollen, kannst du das mit einem Punkt oder Unterstrich machen. Aber wie gesagt, dann ist es wahrscheinlich nicht mehr intuitiv.

Das Gegenstück zum Nutzername ist der Profil-Name. Hier kannst du den Namen angeben, unter dem du gerne gefunden werden möchtest. Der Stanglwirt heißt auf Instagram zum Beispiel „Bio-Hotel Stanglwirt“. Damit würde es in der Instagram Suche zum Beispiel auftauchen für die Begriffe: Bio, Hotel, Biohotel und Stanglwirt.

Der Profil-Name steht auf der Instagram Profilseite direkt unter dem Profilbild und ist für alle sichtbar. Also versuch da jetzt nicht irgendwelche Stichworte mit hereinzubringen nur in der Hoffnung in mehr Suchen zu erscheinen. Der Name sollte schon sinnvoll sein.

Das Instagram Profilbild optimieren

Sucht ein Nutzer nach einem oder deinem Hotel auf Instagram, so ist das Logo die optisch auffallendste Komponente, welche er zu sehen bekommt und auch die Komponente, an der er dich vielleicht direkt wiedererkennt.

Entsprechend sollte dein Profilbild genau darauf optimiert sein. Schauen wir einmal die ersten fünf Suchergebnisse für „Biohotel“ an:

Profilbilder auf Instagram zur Suche nach Biohotels

„der daberer“ hat den Namen des Hotels zwar nicht im Profilbild stehen, ist aber optisch trotzdem prägnant. Der Stanglwirt hingegen hat ein Bild gewählt, das nur schwer zu entziffern ist. Hier hätte man entweder nur das Wappen, nur den Schriftzug oder nur das „S“, wie es auch auf der Webseite verwendet wird, wählen können. Auch das Biohotel Bergzeit könnte noch einmal über das Profilbild nachdenken. Gerade da der Text im Kreis nicht direkt zu entziffern ist und man kaum weiß, wo dieser genau beginnt. Das Biohotel Schwanen hat wiederum ein gelungenes Profilbild. Logo und Name sind klar lesbar. Im Gegensatz zum Biohotel Eggenberger, bei dem nur das Logo, nicht aber die Schrift daneben zu erkennen ist. Und auch der Bio Hotel Verband käme sicher ohne den Zusatz „20 Jahre“ im Profilbild aus.

Die perfekte Profil-Beschreibung für dein Hotel

Hat es der zukünftige Gast auf dein Instagram Profil geschafft, auf welchem Weg auch immer, sieht er neben Profilbild und Namen zuerst einmal den „Steckbrief“. Dieser Text darf maximal 150 Zeichen Länge haben und sollte dein Hotel im besten Licht erscheinen lassen.

Hier noch einmal der Stanglwirt (mit 136 Zeichen):
Der #Stanglwirt am Wilden Kaiser in #Kitzbühel / #Tirol / #Österreich vereint als 5-Sterne Bio und #Wellnesshotel #Tradition mit #Luxus.

Instagram hebt in der Beschreibung die #Hashtags farblich hervor, weshalb der Stanglwirt diese wahrscheinlich so intensiv einsetzt. Für die Instagram Suche jedoch hat die Beschreibung keinen Einfluss.

Oder ähnlich gut das Juffing, welches mit Emojis arbeitet (und 148 Zeichen ausfüllt):
Balance, die beflügelt – Willkommen in einer wundervollen Welt💕 #juffing
🌱 4* S, Adults-only
🌱 Wellness & Genuss
🌱 Besinnen-Beginnen, Yoga, Bewegung

Da die Instagram App keinen Zeilenumbruch innerhalb des Steckbrief-Feldes erlaubt, musst du einen kleinen Umweg gehen, wenn du ähnliches wie das Juffing erreichen willst. Schreibe deinen Steckbrief mit allen Emojis und Zeilenumbrüchen am besten in einem anderen Programm vor und kopiere den Text dann in die Instagram Profil Beschreibung.

Wandel dein Konto in ein Instagram Business-Konto um

Instagram kennt drei Formen von Profilen oder Konten: persönliche Profile, Creator Profile und Business-Konten. Letztere sind speziell für Unternehmen und damit auch Hotels gedacht. Das kostenlose Business-Konto bietet dir unter anderem den Zugriff auf umfangreiche Statistiken zur Auswertung deine Aktivitäten und die Möglichkeit Anzeigen im Instagram Netzwerk zu schalten.

Auch wenn es dir wichtig ist, dass deine Gäste einfach mit dir Kontakt aufnehmen können, solltest du auf ein Business-Konto umsteigen. Dort kannst du zum Beispiel deine Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Anschrift hinterlegen.

Du findest die entsprechende Einstellung auf diesem Weg: Auf deinem persönlichen Profil klickst du oben rechts auf die drei Striche. Dann folgst du folgendem Weg: Einstellungen > Konto > Kontoart wechseln.

Nach dem Wechsel kannst du über den „Bearbeiten“ Button auf deiner Profilseite die nötigen Einstellungen vornehmen.

Der blaue Haken und die Instagram Verifizierung

Die Geschichte der Instagram Verifizierung ist eine schwierige. Während Instagram diese nur eingeführt hat, um bei Profilen, die häufig kopiert oder imitiert werden (VIPs und Co.) zu zeigen, welches der offizielle Account ist, wird diese von Unternehmen häufig als Ego-Booster gesehen. Ganz nach dem Motto „Ich bin toll, ich habe den blauen Haken!“.

Da der blaue Haken dir und deinem Hotel in der Social-Media Arbeit keinerlei Vorteile bringt, solltest du deine Zeit und Energie auch nicht darauf verschwenden diesen zu bekommen.

Wenn das Profil deines Hotels jedoch tatsächlich regelmäßig kopiert wird und du zudem regelmäßig in überregionalen Medien erwähnt wirst, dann kannst du eine Verifizierung beantragen.

Und wegen dem Ego: Vielleicht beruhig es dich ja, dass selbst so Häuser wie das Adlon Berlin oder das Grand Hotel Heiligendamm auf Instagram auch nicht verifiziert sind.

Die richtigen Inhalte erstellen

Nachdem du die wichtigsten Einstellungen nun vorgenommen hast, kümmern wir uns um das, was deine zukünftigen Gäste in der App primär von dir sehen sollen: die Inhalte.

Welche Formate erzeugen Sichtbarkeit auf Instagram?

Story, Bild, Reel, Video, Guide, … Die Vielzahl der Formate auf Instagram kann dich schnell erschlagen. Gerade dann, wenn du noch nicht weißt, welches Format welche Aufgabe hat. Lass mich das kurz für dich zusammen fassen:

Instagram Bilder (oder Videos) erreichen sowohl deinen bisherigen Follower, also Menschen, die dich und dein Hotel bereits kennen, als auch über Hashtags mögliche neue Gäste. Sucht ein Instagram Nutzer in seiner App zum Beispiel nach #Sylt, so werden ihm deine Bilder angezeigt, wenn du im Text den Hashtag #Sylt verwendet hast. Die Abrufzahlen über die Suche können dabei durchaus höher sein als die Abrufe deiner bisherigen Fans. Instagram Bilder und Video eigenen sich deshalb mit wenig Aufwand zur Ansprache neuer Nutzer.

Instagram Stories sind, auch wenn sie sehr beliebt sind, kaum dazu geeignet neue Follower und Gäste zu gewinnen. Storys werden mit sehr wenigen Ausnahmen nur an deine bisherigen Follower ausgespielt. Du würdest sie also eher verwenden, um Menschen, die dein Hotel kennen, auf dem Laufenden zu halten und ihnen einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen.

Ähnliches gilt für Instagram Guides (Lies meine Anleitung dazu). Mit diesem Format kuratierst du bereits bestehende Inhalte deines Profils für deine Follower oder explizite Besucher deines Profils. Eine Sichtbarkeit bei Menschen, die dich nicht kennen, erreichst du damit nicht.

Zu guter Letzt gibt es noch die Instagram Reels. Das sind bis zu 30 Sekunden lange Kurzvideos im Hochformat. Dieses Format bietet dir zwar die größten Reichweiten, es erfordert aber auch den deutlich größten Aufwand in der Produktion. Bei einem solchen Videoprojekt musst du dich mit Trends, Musik, Dramaturgie, Storytelling, Videoschnitt und einigen weiteren Disziplinen auseinandersetzen. In den oben beschrieben 10-15 Minuten pro Tag wird das nichts werden.

Konzentriere dich deshalb am besten erst einmal auf richtig gute Instagram Bild-Posts. Damit erhältst du bei begrenzten Ressourcen die beste Aufwand-Reichweite Verhältnis.

So machst du bessere Instagram Fotos

Es wäre sicher vermessen, wenn ich jetzt behaupten würde, ich könnte dir in den nächsten vier Abschnitten alles über gute Fotos verraten, was ein Fotograf in vielen Jahren Ausbildung und Studium lernt. Deshalb will ich dir nur drei Tipps mitgeben, mit denen deine Instagram Fotos in Zukunft besser werden:

Instagram Bilder für Hotels besser machen: Licht, Horizont, Filter

Licht ist das A&O eines guten Fotos. Der Sensor deines Smartphones registriert das Licht, das auf ihn trifft. Ist es dunkel, können Farben und Schattierungen nicht mehr so gut aufgenommen werden. Versuche also immer ausreichend Licht für deine Motive zu finden. Entweder, in dem du wartest, bis der Himmel aufklart oder bei Fotos im Inneren die Lampen einschaltest und vielleicht ein kleines Fotolicht mitbringst.

Der Horizont in deinem Bild sollte gerade sein. Ein Motiv mit schrägem Horizont wird schnell als unprofessionell wahrgenommen. Sehr gut ist deshalb, dass du in Instagram das Bild auch nach der Aufnahme noch einmal sauber ausrichten kannst.

Keine Filter. Filter, also Effekte, die man bei Instagram auf das fertige Bild legen kann, haben das Netzwerk einst groß gemacht. Aber das war 2011. In den letzten Jahren haben sich die Sehgewohnheiten massiv verändert und ein Bild mit Filter wirkt nicht „authentisch“ und weckt deshalb kein Vertrauen. Also, lass die Filter weg!

Auf die Regelmäßigkeit kommt es an

Mach dir das Erstellen von Instagram Beiträgen zu einer – am besten täglichen – Gewohnheit. Auch wenn Instagram selbst das nicht von dir verlangt (Die Beiträge erhalten unabhängig von der Frequenz ihre Reichweite), so wird es doch dir dabei helfen immer bessere Beiträge zu erstellen und diese mit deinem gewonnenen Wissen zu verbessern.

Sucht ein Nutzer nach einem Hashtag, so sieht er neben den beliebtesten Beiträgen zuerst einmal die neuesten Beiträge. Haben in der Zwischenzeit also andere Nutzer und Hotels „deine Hashtags“ wie „#Sylt“, „#Nordseeinsel“ oder „#Strandhotel“ verwendet, sind diese Beiträge für den potenziellen Gast zuerst sichtbar und nicht deine etwas älteren.

Also, leg dir am besten jetzt eine tägliche Erinnerung für einen neuen Instagram Post an.

Nicht übertreiben: Hashtags für Hotels bei Instagram

Nachdem ich in diesem Beitrag das Thema Hashtags ja schon mehrmals angeschnitten habe, will ich dir natürlich auch ein paar Details zu diesem Thema nicht vorenthalten.

Zunächst einmal, die Frage: Was sind Hashtags? Hashtags sind Wörter, mit denen sich ein Beitrag auf Instagram (oder auch Twitter oder LinkedIn) einem Themengebiet zuordnen lassen. Nutzer können diese Hashtags suchen und ihnen auch folgen, das heißt sie sehen dann die entsprechenden neuen Beiträge zu einem Hashtag in ihrem Instagram Feed.

Instagram hat einen Algorithmus, welcher auswählt, welche Beiträge ein Nutzer zu einem Hashtag angezeigt bekommt. Und deshalb hat Instagram auch Empfehlungen, wie viele und welche Hashtags sinnvoll sind.

Du solltest demnach nicht mehr als 3-5 Hashtags in deinen Instagram Posts verwenden. Weitere Hashtags erhöhen in der Regel nicht deine Reichweite. Ganz im Gegenteil sehen sie in deinem Beitrag eher störend aus. Der Nutzer verliert dadurch das Interesse den Beitrag zu lesen und mit ihm zu interagieren.

Die Hashtags, die du verwendest, sollten spezifisch für deinen Inhalt sein. Zeigst du ein Bild der Alpen nördlich von Innsbruck, nimmst du also nicht die Hashtags #Alpen oder #Berge (weil unspezifisch), sondern vielmehr #Nordkette und #Innsbruck. Zu spezifisch sollte es aber auch nicht werden. #Hungerburg ein Stadtteil Innsbrucks an der Nordkette wird man auf dem Bild zwar auch sehen, aber danach sucht wiederum keiner.

Ein anderes Beispiel habe ich bereits weiter oben mit #Sylt und #Nordseeinsel erwähnt. Hier wäre #Meer und #Nordsee sicherlich zu unspezifisch.

Für den Anfang solltest du aus den Hashtags keine Wissenschaft machen. Schau dir einfach dein Bild an und beschreibe spezifisch, was darauf zu sehen ist.

Erfolge messen und verfolgen

Bei Instagram ist es, im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken, schwierig nachzuverfolgen, ob durch deine Aktivitäten zu einer Buchung oder Reservierung führt. Zumindest so lange du noch keine Anzeigen schaltest.

Du kannst dich also nur auf Messwerte des Netzwerkes selbst verlassen. Reichweiten und die Anzahl der Interaktionen, also wie oft Nutzer einen Beitrag geliked oder kommentiert haben, sind dazu gut geeignet. Beide kannst du dir in der Instagram App im eigenen Profil über den Button (oder den Menüpunkt) „Insights“ anschauen.

Mit diesen Zahlen bekommst du mit der Zeit ein Gefühl dafür, welche Inhalte die Nutzer mögen und welche weniger. Mit diesem Wissen kannst du dann deine Inhalte für die Zukunft planen.

Mit Vorsicht solltest du den Kennwert der „Follower“ genießen. Ein Follower ist noch lange kein Gast und kann auch deutlich leichter gewonnen werden als ein Gast. Ja, man kann Follower sogar im Tausenderpaket „kaufen“. Ein Follower hat lediglich eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit, dass er deinen Inhalt sieht. Muss er aber nicht. Das hängt unter anderem davon ab, ob er noch aktiv ist auf Instagram, ob Instagram selbst denkt, dass dein Inhalt für ihn relevant wäre, sowie von einigen weiteren Faktoren. Mache die Follower bitte niemals zu deinem wichtigsten oder alleinigem Erfolgsmesser. Und bitte vergleiche dich auch nicht auf dieser Basis mit anderen Hotels.

Fazit

Eine regelmäßige Sichtbarkeit lässt sich in Instagram mit den richtigen Einstellungen und etwas Disziplin in der Erstellung neuer Inhalte erreichen. Dazu genügen bereits wenige Minuten pro Tag.

Mit etwas Übung werden deine Beiträge an Qualität gewinnen und immer mehr Menschen erreichen und zur Interaktion anregen.

Mittelfristig solltest du dich mit dem Thema Social Media Advertising, also dem Schalten von Anzeigen befassen oder dieses Thema an eine Agentur abgeben. Erst dann kannst du sauber nachverfolgen, ob deine Instagram Aktivitäten sich direkt auf dein Geschäftsergebnis auszahlen.

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